Jahresbericht 2000/01

9. Integrierte Psychologische Beratungsstelle

…oder sollten wir besser sagen "Erziehungs- und Familienberatungszentrum", denn dieser Begriff beschreibt viel treffender, um was es uns geht.

Folgende Grundannahmen beweg(t)en uns, neue Wege im Bereich Erziehungsberatung und Ehe-, Familien- und Lebensberatung zu beschreiten:

Wir sind überzeugt, dass…

  1. ...Erziehungsberatung alleine kein Allheilmittel ist und als isoliertes, einrichtungsbezogenes Angebot nur unzureichend den vielfältigen Problemen von Familien begegnen kann.
  2. …wir ein Angebot brauchen, das primär die Kunden (Familie, Schule etc.) im Blick hat, und nicht die eigene Einrichtung (kundenbezogen vs. einrichtungsbezogen).
  3. ...Vernetzung von Angeboten, kurze Wege und „Fall-Management" als transparente, verbindliche und gelebte Arbeitsweise - verlässlich und überprüfbar - stattfinden muss. Vernetzung darf keine leere Worthülse sein.
  4. …es nicht (länger) sinnvoll ist, Erziehungsberatung und Familienberatung voneinander zu trennen.
Wir sind überzeugt, dass wir als Freier Träger auf der Grundlage unseres diakonischen Selbstverständnisses, unserer Erfahrung und Professionalität, Familien insgesamt und belasteten Familien insbesondere, bestmögliche Hilfe leisten können.

Dazu schaffen wir ein Angebot für (belastete) Familien, das alle unmittelbar verfügbaren Fachdienste der Diakonie

bedarfsorientiert und verbindlich im Sinne eines „Erziehungs- und Familienberatungszentrums" vorhält. Dieses „Zen-trum" arbeitet unter einer Leitung und trägt damit wesentlich zu einer optimalen Steuerung und Arbeitsweise der Fachdienste bei.
Die Zusammenarbeit mit anderen, nicht diakonischen Diensten und Einrichtungen (Schulen, Stadtteilarbeit u.a.) wollen wir ausbauen und mit diesen verbindlich kooperieren.

Ein Gutachten der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. zur Situation von Erziehungsberatung im Kreis Offenbach weist deutlich aus, dass insbesondere an den Standorten Langen und Dietzenbach dieser Beratungsbereich dringend auszubauen ist.
Mit unserem „Erziehungs- und Familienberatungszentrum" stellen wir uns gerne dem Wettbewerb der Konzeptionen, der vom Jugendhilfeausschuss des Kreises gewünscht wird.
Was den möglichen Standort unseres Zentrums - Langen oder Dietzenbach - betrifft, sind wir grundsätzlich offen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass wir das „Erziehungs- und Familienberatungszentrum" auf jeden Fall umsetzen werden, „mit" oder „ohne" Erziehungsberatung. Letzteres würde für Familien, die neben Ehe-, Paar- oder Familienproblemen einen Bedarf an Erziehungsberatung haben jedoch auch zukünftig bedeuten: „Es tut uns leid, aber wenn Kinder unter 18 Jahren eine Rolle spielen, müssen Sie eine andere Einrichtung aufsuchen …" .

EFBZ - das integrierte Erziehungs- und Familienberatungszentrum

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Martin Glaub

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