Jahresbericht 2003
| 5. Ein Jahr
Schnittstelle Beratung/Bildung – ein
Praxisbericht aus der Familienbildung (Diethelm Sannwald)
5.1. Vernetzung womit? |
Ursprünglich noch als integrativer
Bestandteil eines zukünftigen Hauses der Beratung gedacht, wurde
in 2003 deutlich, dass die Evangelische
Dezentrale Familienbildung Dreieich-Rodgau eine eigenständige Einrichtung
unter den Dächern der Dekanate Dreieich und Rodgau und des Diakonischen
Werkes geworden ist. Das Wort „Vernetzung“ gehört wohl zu den meistbenutzten
Begriffen im sozialplanerischem und sozialarbeiterischen/sozialpädagogischen
Kontext. Gleichwohl erschließt sich seine Bedeutung nicht von selbst.
Es bedarf vielmehr der näheren Erläuterung, was mit Vernetzung
denn nun im Einzelnen und im Besonderen gemeint ist. Unsere Vernetzungspartner in der Region sind: |
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| Prävention (franz. prévenir – zuvorkommen,
vorbeugen) im Sinne von Vorbeugung psychischer oder sozialer Auffälligkeiten,
Störungen, und Konflikte hat in unserem Fall Familien zum Ziel, mit
ihren unterschiedlichen Akteuren und ihren unterschiedlichen Ebenen.
Prävention meint hier die Verbesserung der Kommunikation und des Verständnisses füreinander, die Stärkung der Beziehungen, die Unterstützung von Persönlichkeitsentwicklung –vor allem der Kinder. In diesem Bereich haben wir die Zusammenarbeit mit Kitas vertieft und erweitert und erste Kooperationen mit Grundschulen vor Ort begonnen.
In diesem Bereich wurden Vorplanungen für Seminare und Vorträge zur Verbesserung der Paarkommunikation getätigt.
Ein weiterer arbeitsintensiver Bereich war die Kontaktpflege zu den freien Mitarbeiterinnen aus dem Bereich der Eltern-Kind-Arbeit, welche die Mini-Clubs oder Krabbelgruppen in den Ortsteilen des gesamten Kreisgebietes leiten. Hier wurde im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Fachgruppen eine Weiterbildung zum Thema „Umgang mit Konflikten“ durchgeführt. |
Insgesamt war das Jahr 2003 an der Schnittstelle Beratung/Bildung ein Jahr der Diskussion, der Meinungsbildung und Weichenstellung. Einige, wenige angestaubte „Ladenhüter“ wurden gänzlich aus dem Programm genommen, andere Angebote wurden umstrukturiert, in wieder anderen Fällen wurde bestehende Angebote durch neue Kooperationen gezielter beworben und vor Ort eingebunden (Beispiel Kitas).
Erste Erfolge zeigten sich bereits durch gut besuchte Infoabende (Starke Eltern), angenommene Kursangebote (Konzen-trationstraining für Grundschüler) und ein großes Interesse der Kitas vor Ort an dem „faustlos“-Projekt der Familienbildung. Die Mischung aus gut eingeführten und etablierten Konzepten wie „Starke Eltern – starke Kinder“, „faustlos“ und „EPL“ und speziell auf die Situation und Bedarfslage vor Ort zugeschnittenen Angeboten scheint sich zu bewähren. |