Jahresbericht 2003
| 4. Abschlusspräsentation EFBZ am 02.12.2003 — Ein Werkstattbericht aus Sicht des Projektleiters (Henning Merker)> |
| Sehr geehrter Herr Glaub, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich außerordentlich, Ihnen heute unseren letzten Meilenstein
des Organisationsentwicklungsprozesses des EFBZ vorstellen zu können.
Vorab möchten ich ganz besonders allen Kolleginnen und Kollegen herzlichst danken, die bereit waren, bestehende Strukturen, in denen sich das tägliche Beratungsgeschäft abspielt, zu überprüfen und sich zumindest am Anfang des Organisationsentwicklungsprozesses EFBZ auf Neuland einzulassen Die Hintergründe des im Juni 2002 begonnen Projektes setzten sich u.a. aus folgenden Aspekten zusammen:
Weitere Hintergründe aus rDW-interner Sicht:
Die vorab kurz dargestellten Ausführungen möchte ich nun umfassender konkretisieren. |
Darstellung der Abläufe/Schwierigkeiten innerhalb der Entwicklungsphase des EFBZ Der gesamte Prozess hin zum EFBZ war und ist getragen von einem mitarbeiterinnenorientierten fachlichen Diskurs, der aus dem jeweiligen Focus des jeweiligen Fachprofils hervorgebracht wird. Hierzu war und ist aus Sicht der Projektleitung immer wieder zu beachten, dass eine Verallgemeinerung der jeweiligen Beiträge in Richtung auf ein Miteinander innerhalb des Fallmanagements stattfinden kann. Hintergrund war und ist, dass gerade bei den Fallbesprechungen der Modellfälle, die Lösungsansätze der jeweiligen MitarbeiterInnen aus den unterschiedlichen Beratungssegmenten, stark von deren Fachlichkeit und „Know-how“ des jeweiligen Bereiches geprägt sind. Der fachliche Focus ist zweifelsohne ein wichtiger Bestandteil der im EFBZ vorgehaltenen Qualität der Beratung. Das EFBZ ist aber mehr als die Summe der einzelnen Fachdisziplinen und deren Professionalität. Die Besonderheit des EFBZ besteht nämlich insbesondere in dem Gebrauch und der Steuerung der Fachlichkeit zum Wohle der Klienten durch das Steuerungsmodul Fallmanagement. Hier war es im Rahmen der Entwicklungsphase besonders wertvoll, dass die
Kolleginnen und Kollegen sich den Mehrwert für das Klientel, durch
eine vernetzte Zusammenarbeit mit dem Steuerungsmodul Fallmanagement vor
Augen führen konnten. Die am Anfang noch wahrnehmbaren Tendenzen hin zu einem eher kritischen
Betrachten der Gesamteinheit EFBZ verschwanden durch die intensive Zusammenarbeit
der einzelnen Tandems einerseits und durch den sich einstellenden Mehrwert
hin zu einer gemeinsamen Sache andererseits. |
Hierzu ein kurzer Exkurs: |
| Hierbei geht es darum, einerseits der eigenen fachlichen
Profession gerecht zu werden und andererseits eben dieses Können und
Wissen dem Ganzen (EFBZ), zur Verfügung zu stellen. Darin bestand im Grunde die Schwierigkeit bzw. die Herausforderung in der Entwicklungsphase. Der vorhergehend beschriebene schwierige Prozess innerhalb der Entwicklungsphase fand sein Gelingen nicht zuletzt im Zusammenspiel von subjektiven Momenten innerhalb der MitarbeiterInnen der einzelnen, im EFBZ teilnehmenden Arbeitsbereiche, d.h. dass ein Paradigmenwechsel emotionaler Art darin bestand, einen Fall nicht vom Erstkontakt bis zu seinem Abschluss komplett zu haben, sondern ggf. nur ein Mosaikstein in einem Hilfeprozess zu sein. Andererseits musste erkannt werden, dass ein neuer Bereich des beraterischen Handelns sich dazu gesellen würde, nämlich als Navigator bzw. Casemanager primär das Organisieren der Hilfe zu übernehmen und die Fäden im Sinne von Sammeln der Rückläufe der Beratungsergebnisse bei gleichzeitigem Rückkoppeln an die Beteiligten zu organisieren. Wichtig bei diesem Prozess war u.a. zu erkennen, sich und seine Fachdisziplin zu Gunsten der Gesamteinheit (EFBZ), zurückzunehmen und gleichzeitig mit dem fachlichen „Know-how“ im Rücken, für die Klientel einem effektiven Hilfesystem zu dienen. Insgesamt ist festzustellen, dass die Entwicklungsphase ca. ein Jahr mehr Zeit beanspruchte als geplant. Dies hing allerdings – neben der Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen und den entsprechenden Turbolenzen - mit den geschilderten Reflektionsschleifen zusammen, die es zu drehen galt. Für die beteiligten MitarbeiterInnen war die Entwicklungsphase aus Sicht der Projektleitung eine Arbeitserfahrung, die einen Paradigmenwechsel einläutete in Richtung eines Beratungsmodells (EFBZ), welches die Fachlichkeit einer jeden Beraterin/eines jeden Beraters benötigt und diese integrativ innerhalb des Fallmanagements zum Einsatz bringt. Die Rahmenbedingungen die hierfür notwendig sind wurden nicht von der Leitung oder Projektleitung vorgesetzt sondern wurden - resümierend betrachtet - in den Arbeitsgruppen dezidiert erarbeitet. Letzteres ist auch ein Garant für das Gelingen des EFBZ. Henning Merker |