Jahresbericht 2002

4. Die Beratungsstelle in Entwicklung - Schritte auf dem Weg zum integrierten Erziehungs– und Familienberatungszentrum (EFBZ)

Michael Gallisch, Psychologische Beratungsstelle Langen bei Frankfurt a.M

Der Begriff Integration wird in vielerlei Kontexten gebraucht, z.B. bei der Integration Behinderter oder der von Migranten in Regeleinrichtungen der Gesellschaft, z.B. Kindergärten oder Beratungsstellen. Hier meine ich die Integration unterschiedlicher Beratungsfachdienste in ein „Haus der Beratung“ unter einer Leitung. Im Jahre 2002 begannen wir, unser Konzept eines „Erziehungs- und Familienberatungszentrums“ (EFBZ) umzusetzen, das wir in 2001 konzeptuell und hinsichtlich der Leistungsbeschreibungen und Qualitätsmerkmale entwickelt hatten. Kern soll eine Psychologische Beratungsstelle mit Erziehungs-, Ehe-, Paar-, Familien- und Lebensberatung sein, um den herum andere Fachdienste angelagert sind: Migrationsberatung, Allgemeine Lebensberatung mit Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Schuldnerberatung, Suchtberatung sowie Familienbildung. Unser interner Organisationsentwicklungsprozess (OE-Prozess) soll im Folgenden anhand von sechs Gesichtspunkten näher skizziert werden. Die besonderen Bedingungen unserer Region (Landkreis Offenbach in Hessen) sind bei der Übertragbarkeit unseres Vorgehens auf andere Regionen zu bedenken.

Anfangs werde ich einige Rahmenbedingungen in struktureller und konzeptioneller Hinsicht benennen. Unsere Aktivitäten als Regionales Diakonisches Werk (RDW) angesichts dieser Außenvorgaben sind der zweite Punkt. Ich werde über die Konzeptualisierung des Erziehungs– und Familienberatungszentrums („EFBZ“ = Arbeitstitel) berichten, über unserer Aktivitäten, dieses Konzept bekannt zu machen und es im Konzert der anderen sozialen Organisationen in freier und öffentlicher Trägerschaft zu positionieren sowie über unsere internen Entwicklungen.

In einem dritten Schritt werde ich über unser Ziel EFBZ speziell schreiben, als Weiterentwicklung der bisherigen Organisationsstruktur innerhalb des RDW, also über das mit dem integrierten Beratungskonzept verbundene Neue. Den Hauptteil dieses Artikels wird im vierten Teil das Projekt Organisationsentwicklung ausmachen. Das Projekt besteht aus verschieden zusammengesetzten Gruppen, die den Organisationsentwicklungsprozess auf das Ziel hin gestalten. Dies geschieht schrittweise in bislang drei längeren Arbeitsphasen,, die wir zur Erreichung dieser Ziele durchliefen. In einem Ausblick auf die zukünftige Implementierung unseres architektonisch im OE-Prozess entwickelten Beratungsmodells soll auch inhaltlich auf eine gemeinsame Kultur von Beratung bzw. Bildung für Familien Bezug genommen werden anhand einiger schlagwortartig skizzierter Fachbegriffe aus der gegenwärtigen Diskussion.

Mindmap der sechs Kapitel: Rahmenbedingungen, Aktivitäten unserer Diakonie, Das Erziehungs- und Familienberatungszentrum, Projekt Organisationsentwicklung, Implementierung von Fallmanagement, Gemeinsame Kultur Familienberatung und Familienbildung

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Kapitel 4.1.: Rahmenbedingungen Kapitel 4.2.: Aktivitäten unseres regionalen Diakonischen Werkes Kapitel 4.3.: Das EFBZ - Erziehungs- und Familienberatungszentrum Kapitel 4.4.: Das Projekt Organisationsentwicklung Kapitel 4.5.: Implementierung Kapitel 4.6.: Gemeinsame Kultur Familienberatung und -bildung